Donnerstag, 15. Mai 2014

Schüler müssen mehr bieten als gute Noten

Gute Noten allein reichen für Zuger Sekundarschüler nicht mehr für den Übertritt in eine Mittelschule. Ausschlaggebend ist das gesamte Verhalten der Jugendlichen.


Wer darf an eine Mittelschule? Erstmals wurde dies in Zug nicht nur anhand von Noten entschieden. Zusätzlich wurden auch die Lern-, Selbst- und Sozialkompetenzen und die mutmassliche Entwicklung der Schüler bewertet, wie es auch am Ende der Primarschule gemacht wird. Erst nach diesen neuen Abklärungen fällten die Lehrer die Entscheide, wohin ein Sekundarschüler nach dem Sommer zu Schule geht. Bildungsdirektor Stephan Schleiss auf die Frage, ob den Jugendlichen von heute nicht zuviel abverlangt wird: «Beim Übertritt müssen die Jugendlichen wissen, was sie wollen.» Er sei sich aber bewusst, dass die jungen Leute in der heutigen Zeit mehr und früher Entscheide für die Zukunft fällen müssten.

Ein Anliegen der Eltern

Mit dem neuen Übetrittsverfahren verfolge man folgendes Ziel: «Wir wollen den Weg in die Mittelschulen stärken. Mit dem neuen Übertrittsverfahren können wir garantieren, dass jedes Kind der zweiten oder dritten Sekundarklasse im Hinblick auf einen möglichen Eintritt in eine Mittelschule nochmals umfassend beurteilt wird», sagt Bildungsdirektor Stephan Schleiss. Damit könne man ein wichtiges Anliegen der Eltern erfüllen.
82 Schüler werden nach den Sommerferien ins Kurzzeitgymnasium wechseln, 31 in die Fachmittelschule und 33 in die Wirtschaftsmittelschule. Dies entspricht ungefähr den Zahlen des Vorjahres. Eltern und Schüler, die mit dem Zuweisungsentscheid nicht einverstanden waren, konnten den Entscheid im Rahmen eines Abklärungstests überprüfen. Von 21 Jugendlichen, die diesen Test machten, wurde ein Kandidat für die gewünschte Mittelschule zugelassen.