Dienstag, 11. Juni 2013

Sport, Schule, Sex: Ab 14 herrscht Leistungsdruck

Die Zwänge der Leistungsgesellschaft kommen bereits mit der Pubertät. Besonders Mädchen, aber auch Jungen, stehen in einem ständigen, scharfen Wettbewerb.Die Belastung kommt von ganz verschiedenen Seiten. Es ist der Druck, ins Gymnasium zu wollen, über den Anspruch, sexuell aktiv sein zu müssen, bis hin zum Zwang vom perfekten Aussehen.


Viele Jugendliche versuchten, all diesen Ansprüchen gerecht zu werden und sie unter Kontrolle zu bringen. Doch nicht selten endet dies in einem psychischen Fiasko.Sie zerbrechen an den steigenden Anforderungen der Gesellschaft und erleiden in der Folge einen Nervenzusammenbruch.

All das kann sich in Form von Schrei- und Heulkrämpfen, aber auch depressiven und gar suizidalen Gedanken zeigen. Ein Problem, mit welchem ich in letzter Zeit immer häufiger konfrontiert wurde, hauptsächlich in Sport und Ausbildung. Ich beobachte seit einiger Zeit die Entwicklung der heutige Jugend und stelle leider eine stete Zunahme solcher Vorfälle fest. Es gibt Jugendliche, die deswegen gar therapiert werden müssen.

Ausgesuchte Kommentare

Depressionen

Ich bin 18 jahre alt und nehme bereits Antidepressiva. Trotzdem weine ich oft und frage mich, wie ich die nächsten Jahre überleben soll. Der Druck ist mir viel zu gross, ich denke manchmal, ich schaffe es nicht. Zum Glück ist mir mein Glaube ein Anker, sonst würde es mir wohl noch schlimmer ergehen.

Selbstbewusstsein

Viele Eltern leben durch ihre Kinder das Leben, das sie so nicht hatten. Sie erkennen zwar, dass die Härte in der Gesellschaft zugenommen hat und wollen nur, dass ihre Kinder dem Druck in der Arbeitswelt standhalten. Aber das ist nur eine Seite der Medaille. Sie wollen durch den Erfolg ihrer Kinder, selber als erfogreich wahrgenommen werden. Denn wenn Kinder erfolgreich sein, ist das der Erziehung ihrer Eltern zuzuschreiben. In vielen Fällen ein absoluter Trugschluss. In Wahrheit ist es das mangelnde Selbstvertrauen der Eltern, was sie nach Anerkennung lächzen lassen

Television

Das ganze bringt der TV die jungen Leute leben ein völlig unnatürliches Leben!Sie haben unrealistische Vorbilder die ihnen den Kopf verdrehen.Das Fernsehen hat die Natürlichkeit des Mensche völlig zerstört,sie haben die Übersicht verloren und glauben an alles was ihnen da über das Aussehen,Sex,und Erfolg erzählt und vorgetragen wird.Dabei sind es alles Lügen unreal das mit dem wirkliche Leben nichts zu tun hat!!

Familie

Wir haben grössere Häuser, aber kleinere Familien, mehr Bequemlichkeit, aber weniger Zeit, mehr Wissen, aber weniger Urteilsvermögen, mehr Experten, aber grössere Probleme. Wir rauchen und trinken zu viel, lachen wenig, fahren zu schnell, regen uns unnötig auf, sehen zu lange fern, stehen zu müde auf, lesen wenig, denken selten vor, halten keine Zwiesprache mehr. Wir haben unseren Besitz vervielfacht, aber unsere Welt reduziert. Wir wissen, wie man Lebensunterhalt verdient, aber nicht wie man lebt. Wir haben dem leben Jahre hinzugefügt, aber können wir den Jahren auch Leben geben?

Wir kommen zum Mond, aber nicht mehr zu der Tür des Nachbarn. Wir haben den Weltraum erobert, aber nicht den Raum in uns gefüllt. Wir können Atome spalten, aber nicht unsere Vorurteile. Es ist die Zeit, in der es wichtiger ist, etwas darzustellen als zu sein. Jeder hat die Wahl etwas daran zu änderen, oder das Gelesene ganz schnell zu vergessen.

TV

Was wundert ihr euch so? Ist doch völlig klar das es so kommen musste. Sendet doch noch mehr Sendungen wie Jersey Shore, Geordie Shore, DSDS, Dumm und Dümmer Berlin usw. Genau in solchen Volksverdummenden Serien, wird den Jungen eine Realität vorgegaukelt, die es EINFACH NICHT GIBT ! "Jeder kann ein Star sein" "Das Leben ist Party" ... Eltern die völlig überfordert sind und ihre Kinder die nichts anderes im Kopf haben, als "in" zu sein und grosse Aufmerksamkeit zu erlangen, wie peinlich auch immer. Die Eltern müssen wieder vermitteln , dass das Leben nun mal kein Zuckerschlecken ist!

Strenger Kodex unter Jugendlichen

Unter Jugendlichen sowie Kindern herrscht in Gruppen zumindest ein strenger Kodex in Sachen Verhalten und wie man zu sein hat. Wer diesen nicht erfüllen kann, muss oft schlimmste Demütigungen erfahren in Sachen Mobbing. Ich hatte als Kind juvenile Arthritis und wurde deswegen pausenlos in der Schule fertiggemacht. Wegen meiner etwas festeren Statur bezeichneten mich die Schüler und Lehrer als faule Fettsau und dergleichen. Trotz schlimmster Schmerzen wurde ich als Simulant bezeichnet. Die Schule war für mich ein Horrortrip. Jetzt stehe ich da mit einer ruinierter Gesundheit und kaputter Sehle

Umfeld

Ich habe selber eine Kollegin die etwas jünger ist als ich, gerade 18 Jahre alt. Ich sehe vorallem wie das Selbstvertrauen systematisch untergraben wird und sie dadurch das Gefühl hat es ist was nicht in Ordnung, obwohl sie mit sich einigermassen zufriden ist! (Ausssehen, Noten, usw) Leider muss ich aber sagen auch hier fängt das Problem zu Hause an, da man dort das Gefühl hat das Kind muss den eigenen Idealen entsprechen; und Sie möchte guten Herzens diesen entsprechen! Ich denke, egal wie schlimm die Schule ist, wenn ein Kind ein "zu Hause" hat, kann es den Rest gut meistern!

Eigene Erfahrung

Es geht zum Teil nicht mal um den Druck der von der Gesellschaft ausgeht. Ich zum Beispiel hatte nie Probleme in der Schule, hatte bis ins 4te Gymi locker einen Schnitt von über 5 und ich war zufrieden. Ich war zwar sozial nicht die Rakete aber es war mir egal. Nun bin ich 16, besuche die 5te Oberstufe und es geht alles den Bach runter. Ich habe mich verändert und plötzlich war meine Prioritätenliste komplett anders. Ich stehe im Konflikt mit mir selbst. Ich bin unzufrieden mit meinen jetzigen schulischen Leistungen und setzte mir selber zu hohen Druck, an dem ich zerbreche.

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