Die gute alte Sittenlehre wird neu belebt. Im neuen Parteiprogramm fordert die CVP, Schülern Werte beizubringen.
Früher waren solche Dinge wie Anstand und Toleranz selbstverständlich. Sie waren allen bekannt. Das sagt Ida Glanzmann, CVP-Vizepräsidentin. Heute ist das offenbar so anders, dass die Partei dem Problem im neuen Programm einen eigenen Abschnitt widmet.
Davon war im Grundsatzpapier von 2004 noch nicht die Rede! Dabei strebt die Partei aber kein Gegeneinander an. Die Schule soll die Bestrebungen der Eltern unterstützen.
Die CVP will ein leistungsfähiges Bildungssystem. Sie fordert, dass neben den Grundkompetenzen auch soziale Kompetenzen wie Teamfähigkeit, Anstand, Respekt, Toleranz, Kritik- und Kompromissfähigkeit, Hilfsbereitschaft und Konfliktlösungsstrategien unterrichtet werden.
Die Jungen sollen diese Kompetenzen wieder kennen, ergänzt die Luzerner CVP-Nationalrätin:
Das gehört zur Allgemeinbildung.
Unterstützt wird Glanzmann von Parteikollegin und Bildungspolitikerin Kathy Riklin (CVP, Zürich). Auch für sie handelt es sich hier um eine Grundkompetenz, die im Unterricht integriert werden kann.
Es brauche deswegen keine neuen Schulstunden. Aus meiner Sicht wären Schulreisen, Klassenwochen oder Klassenlager sehr geeignet. Da könne so ganz nebenbei vieles in Sachen Sozialkompetenz vermittelt werden, betont die Zürcher Bildungspolitikerin.
Noch ist das neue Programm der CVP nicht in Stein gemeisselt. Es wird erst am 11. Januar diskutiert und verabschiedet.
Das Papier geht noch weiter:
Die CVP fordert auch einen gezielten Einsatz gegen Gewalt an Schulen. Wie das gemacht wird, bleibt Sache der Lehrer. Sie müssen Null-Toleranz einfordern. Das braucht auch Fingerspitzengefühl, betont Riklin. Dabei gehe es nicht nur um physische Gewalt. Auch Mobbing in den sozialen Medien wie Facebook soll bekämpft werden.
Riklin:
Auch hier muss einfach sofort und konsequent eingeschritten werden.
Riklin:
Auch hier muss einfach sofort und konsequent eingeschritten werden.

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